KÖFLACHER STREICH

Seit 1986 musizieren wir sieben Musikantinnen und Musikanten der Köflacher Streich in unveränderter und mittlerweile wohl auch schon unveränderlicher Besetzung miteinander.
Immer wieder werden wir nach dem Geheimrezept für das lange Zusammenhalten gefragt. Natürlich gibt es keines, ein wenig Glück ist sicher dabei.
Wir kommen alle aus der Köflacher Gegend, gemeinsame - musikalische und auch persönliche - Wurzeln scheinen also schon zu helfen.
Zu behaupten, dass man sich in so langer Zeit nicht auch manchmal auf Nerven geht, wäre natürlich gelogen, wir sind immerhin zu siebt. Aber wie in jeder guten Beziehung oder langen Freundschaft ist das egal. Man muss auch nicht immer einer Meinung sein, das ändert nichts am Grundkonsens. Und der ist bei uns eben das gemeinsame Musizieren!

Die Köflacher Streich spielt überall dort gerne, wo man Freude an traditioneller Volksmusik hat. Darüber, was den nun echte Volksmusik ist, mögen mögen sich Klügere die Köpfe zerbrechen. Die Streich spielt fast immer live (also lebendig), ohne elektronische Hilfsmittel, normalerweise ohne elektronische Verstärkung, sie spielt Polkas, Walzer, Ländler, Franzés, Boarische, Tramplans, Weisen, Jodler, Zwiefache, Mazurkas, Volkstänze,... die klassischen Formen der alpenländischen Volksmusik eben. Und die Streich spielt sie mit Leib und Seele. Insofern ist die Musik der Köflacher Streich wohl "echt". Und wenn einmal eine schräge oder befremdliche Harmonie auftaucht, oder die Begleitung gar offbeatig daher kommt, dann ist das auch nicht schlimm. Denn die manchmal scheinbar simple Volksmusik ist so ungeheuer vielfältig und verträgt so viele kleine Änderungen in so vielen Interpretationen und Besetzungen, da gibt es auch nach 33 Jahren noch viel wieder auch neu zu entdecken.

Die Stücke kommen aus den verschiedensten Gegenden, viele natürlich aus der Steiermark. Helmut und Gunter sind fast immer fürs Tonsetzen verantwortlich, die verfügbaren Instrumente ergeben die verschiedenen Besetzungen. Z'recht gespielt wird dann gemeinsam - sieben Menschen auf einen Nenner zu bringen, kann auch nach über 30 Jahren noch ganz schön anstrengend sein.

1993 entstand die erste CD, die Weiße, 2004 die zweite, die Rote. Irgendwie ist es sich im Jahr 2015 nicht ausgegangen, und auch 2016 anlässlich des 30-Jahre-Jubiläums hat es nicht geklappt.Dann eben 2017 die Grüne (hier gibt es Bilder von der CD-Präsentation!): Farben gibt es ja genug
Es finden sich am bislang letzten Tonträger Stücke, die uns quasi von Anfang an begleiten, ganz viele von unterwegs und schließlich dazu einige, die wir uns damals erst vor kurzem oder auch extra für die Aufnahme erspielt hattenen.
Und in Zukunft gibt es sicher noch genug Walzer, Polkas, Franzés oder Boarische am Weg zu entdecken, die wir dann im „Streich“-Sound erklingen lassen können. Denn wenn mittlerweile bei allen Musikantinnen und Musikanten bei den Lebensjahren vorne schon ein Fünfer steht, 33 Jahre sind wirklich kein Alter. Auf geht‘s!

Für den Inhalt verantwortlich: Köflacher Streich, 2019.
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