Die Köflacher Streich

Die Köflacher Streich gibt es seit über einer Milliarde Sekunden. Seit mittlerweile 33 Jahren also musizieren wir sieben Musikantinnen und Musikanten der Köflacher Streich in unveränderter und mittlerweile wohl auch unveränderlicher Besetzung miteinander.

Oft werden wir nach einem Geheimrezept für die über drei Jaghrzehnte Zusammenhalt gefragt. Natürlich gibt es keines, Glück spielt sicher eine Rolle. Denn wer behaupten würde, dass man sich in so einer Zeitspanne nie auf die Nerven gehen würde, der - oder die - lügt, immer hin sind wir zu siebt. Aber das macht nichts, denn wie jeder guten Beziehung oder langen Freundschaft muss man nicht immer einer Meinung sein, das ändert nichts am Grundkonsens. Und der ist bei uns eben das gemeinsame Musizieren von traditioneller Volksmusik.

Die Köflacher Streich spielt überall dort gerne, wo man Freude an traditioneller Volksmusik hat. Ob das nun "echte" Volksmusik ist, darüber mögen sich Klügere die Köpfe zerbrechen. Die Streich spielt fast immer live (also lebendig), ohne elektronische Hilfsmittel, normalerweise ohne elektronische Verstärkung, sie spielt Polkas, Walzer, Ländler, Franzés, Boarische, Tramplans, Weisen, Jodler, Zwiefache, Mazurkas, Volkstänze,... die klassischen Formen der alpenländischen Volksmusik eben. Und die Streich spielt sie mit Leib und Seele. Insofern ist die Musik der Köflacher Streich wohl "echt". Die Stücke kommen aus den verschiedensten Gegenden, viele natürlich aus der Steiermark. Helmut und Gunter sind fast immer fürs Tonsetzen verantwortlich, die verfügbaren Instrumente ergeben die verschiedenen Besetzungen. Z'recht gespielt wird dann gemeinsam - sieben Menschen auf einen Nenner zu bringen, kann auch nach über 30 Jahren noch ganz schön anstrengend sein.

 

1994 entstand die erste CD, die Weiße, 2004 die zweite, die Rote. Irgendwie ist es sich im Jahr 2014 nicht ausgegangen, und auch 2016 anlässlich des 30-Jahre-Jubiläums hat es nicht geklappt.
Dann eben 2017 die Grüne: Farben gibt es ja genug.
Auf der neuesten CD finden sich Stücke, die uns quasi von Anfang an begleiten haben, ganz viele von unterwegs und schließlich dazu einige, die wir uns erst vor kurzem oder auch extra für die Aufnahme erspielt haben.
Und weil die alpenländische Volksmusik so ungeheuer vielfältig ist und so viele kleine Änderungen in so vielen Interpretationen und Besetzungen verträgt, gibt gibt es sicher noch genug Walzer, Polkas, Franzés oder Boarische am Weg zu entdecken, die wir dann im „Streich“-Sound erklingen lassen können. Denn wenn bei allen Musikantinnen und Musikanten mittlerweile bei den Lebensjahren vorne ein Fünfer steht, das ist doch wirklich kein Alter: Auf geht‘s!

Für den Inhalt verantwortlich: Köflacher Streich, 2019.
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